Malawi - das Bottom -Hospital in Lilongwe

Die Geburtshilfe im Bottom-Hospital in Malawi stellt einen unvergleichlichen Gegensatz zu unserem medizinischen
Standart in Deutschland dar.
Die in diesem Hospital entstandenen Fotos vom Fotograf Toby Binder aus dem Kreis Esslingen zeigen Frauen und
Kinder auf der Wochenbettstation, im Wartebereich vor dem Kaiserschnitt, mit Wehen vor dem Kreißsaal, bei der 
Verpflegung bis zum Sargmacher.


Diese Bilder machen uns Hebammen erfürchtig und auch dankbar für die Sicherheit und die Selbstbestimmung,
die
 werdende Eltern während der Schwangerschaft, der Geburt ihres Kindes und der Zeit des Wochenbetts
in unserem nahen Umfeld haben.

Das wenige Stunden alte Baby von Margret Khomera wird in Tücher gehüllt im Bett der Mutter untergebracht.

Malawi zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und belegt demnach fast zwangsläufig auch in der traurigen Statistik der Müttersterblichkeit den ersten Platz aller konfliktfreien Staaten. In das Bottom - Hospital, ein öffentliches Krankenhaus in Lilongwe, kommen Menschen, die eine Behandlung in einem teuren Privathospital nicht bezahlen können. Die unvorstellbare Personalsituation ist neben dem traditionell geringen Status von Frauen in der afrikanischen Gesellschaft mit dafür verantwortlich, daß von 100.000 Schwangeren 1.800 die Entbindung nicht überleben. In Deutschland sind es heutzutage gerade einmal neun.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt Malawi - Jahr von den Gemeinden Aichwald, Altbach, Deizisau und Plochingen und vor allem dem Fotograf Toby Binder. Der gebürtige Stuttgarter Gynäkologe Tarek Meguid leitet die Geburtshilfe am Bottom-Hospital und ist direkter Ansprechpartner beim Projekt. Dies hat zum Ziel, die Ausbildung von dringend notwendigen Hebammen am Bottom-Hospital durch finanzielle Unterstützung zu ermöglichen sowie deren Unterkunft und Verpflegung sicher zu stellen. Der Hebammen Kreisverband Esslingen unterstützte hier gemeinsam mit dem Deutschen Hebammenverband DHV und vielen weiteren Sponsoren.